Kirche & Religion

Römisch-katholische Pfarrkirche Maria Schöder

 

 

Daten:

Pfarrer: Mag. Gregor Szoltysek

Telefon: 03535 8221 (= Pfarrhof Ranten)

 

Gottesdienste:

So 8.30 Uhr

Mo 18.30 Uhr (in der Filialkirche Baierdorf)

Di 18.00 Uhr in der Pfarrkirche

Sa 19.00 Uhr

 

Am Tag eines Begräbnisses entfällt abends die Hl. Messe (ausgenommen Samstag Vorabendmesse)

Die Kirche von Schöder wird 1370 erstmals erwähnt, sie ist eine weitum bekannte Wallfahrtskirche, die Oberzeiringer Pilger kommen nachweislich seit 1640 jeweils am 1. Mai nach Schöder, ebenso die Rantner und Oberwölzer. Aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet finden alljährlich viele Wallfahrer zur Gnadenmutter nach Schöder.

 

Die heutige Pfarrkirche ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung und in ihrem Baubestand mehrmals verändert worden. Sie ist im Wesentlichen eine spätgotische Anlage mit gotischem Turmbau an der Südwestecke. Der massive quadratische Turmbau ist viergeschossig unterteilt.

Der ehemals gotische Flügelaltar ist 1674 abgebrochen worden. Der heutige, dreigeschossige spätbarocke Hochaltar ist 1777 entstanden, doch stammt die Gnadenstatue noch aus gotischer Zeit nach 1470. Die Kanzel ist um 1785 entstanden und spätbarock, sie besteht aus Korb, Schalldeckel und einer verbindenden Rückwand.

Die Orgel stammt ursprünglich aus dem Jahr 1690, wurde aber 1714 von Ignatz Meyenberg, einem Orgelmacher in Bruck, mit 114 neuen Orgelpfeifen ausgestattet.

 

Nördlich der Ortschaft befindet sich die Kalvarienbergkapelle. Sie wurde 1649 errichtet. Die Figuren der Kreuzigungsgruppe sind lebensgroß und sehr realistisch dargestellt. Sie stammen aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts.

 

In Baierdorf besteht die Filialkirche St. Nikolaus. Sie ist erstmals 1234 als „capella“ nachweisbar und der Bau stammt aus romanischer Zeit. Die Kirche ist innen 17,35 m lang und 7,25 breit. Es ist eine einfache romanische Landkirche mit Rechteckschiff und später angebautem Rechteckchor. Das Schiff hat eine Flachdecke, der Chor wird von einem Kreuzgratgewölbe abgeschlossen. Die Kirche hat drei gut gearbeitete Barockaltäre. Am Hochaltar steht der frühbarocke Tabernakel, der 1625 für die Kirche Schöder angefertigt wurde.

 

Die Kirche ist dem Heiligen Nikolaus, dem Patron der Reisenden und Kaufleute, geweiht.

Kirche St. Nikolaus in Baierdorf

 

In Baierdorf befindet sich die Filialkirche St. Nikolaus. Sie ist erstmals 1234 als capella nachweisbar und der Bau stammt aus romanischer Zeit. Die Kirche ist innen 17,35 m lang und 7,25 breit. Es ist eine einfache romanische Landkirche mit Rechteckschiff und später angebautem Rechteckchor. Das Schiff hat eine Flachdecke, der Chor wird von einem Kreuzgratgewölbe abgeschlossen. Die Kirche hat drei gut gearbeitete Barockaltäre. Am Hochaltar steht der frühbarocke Tabernakel, der 1625 für die Kirche Schöder angefertigt wurde.

 

Die Kirche ist dem Heiligen Nikolaus, dem Patron der Reisenden und Kaufleute, geweiht.

Meister von Schöder – Schutzmantel Madonna

 

 

Am Außenbau der Kirche waren bis zum Jahre 2000 lediglich Reste einer Christophorusdarstellung an der Turmsüdseite, die 1787 übertüncht worden war, bekannt. Bei Restaurierungsarbeiten konnten weitere Malereien an der Wand zwischen Turmsüdseite und Südeingang in der Kirche gefunden werden. Die am besten erhaltene, eine Schutzmantelmadonna, wurde 2001 restauriert. In einem Rahmen von Blattranken steht Maria, deren großen weißen Mantel Engel halten, unter den sich die Schutzbefohlenen drängen. Die Gesichter der Dargestellten, so weit noch erhalten, zeigen die Charakteristika des Meisters von Schöder.

 

Ein Vergleich mit den Malereien an der Südwand des Chores innen, lässt die Vermutung zu, dass es sich bei dem Freskanten um einen nahen Mitarbeiter des Meisters von Schöder handelt. Die Entstehungszeit der Darstellung der Schutzmantelmadonna, sowie die Malerein an der Chorsüdwand innen, ist um das Jahr 1500 anzunehmen.

 

Weitere ausführliche Informationen über den „Meister von Schöder“ sind dem exzellenten Kunstband zu entnehmen. Das Buch ist am Gemeindeamt zu einem Preis von € 40,– erhältlich. Nur mehr noch eine begrenzte Stückzahl auf Lager.

Wehrturm oder Zehentturm in Baierdorf

 

 

In dem am Säumerweg über den Sölkpaß verkehrsgünstig gelegenen, auf prähistorischem Siedlungsboden um 800 errichteten Baierdorf dürfte schon im 11. Jahrhundert ein Turm bestanden haben, der 1292 zerstört wurde. 1296 erlaubte König Adolf dem Salzburger Erzbischof Konrad IV. den Neubau des heute noch weitgehend unverändert bestehenden Turmes, der nach Ebner weniger ein Wehrturm für die Sperre des Weges über den Sölkpass als mehr ein wehrhafter Schüttspeicher für Zehentgetreide war, welches Salzsäumer auf dem Rückweg über den Pass mitnahmen.

Bis in das frühe 19. Jahrhundert war der Turm weitgehend in salzburgischem Eigentum, 1803 wurde Baierdorf in eine staatliche Kameralherrschaft umgestaltet und der Turm 1825 an Fürst Schwarzenberg verkauft, in dessen Familienbesitz er nach wie vor steht.

 

Die Wehranlage liegt westlich von Baierdorf unweit der Straße und besteht aus Turm, Pflegerhaus, Wirtschaftsgebäude und Umfassungsmauer. Markantester Teil ist der blockhafte, sechsgeschossige Wohn- und Speicherturm, der einen Rechteckgrundrisse von rund 11,1 x 13,3 m aufweist und eine Höhe von annähernd 24 m erreicht.

 

An der Südwand befindet sich ein 8,5 x 4 m großes Christopherusfresko, das von einer schmalen Rahmenleiste eingefasst wird. Das zwischen 1505 und 1510 datierte, mit Zeichen signierte und Wappen von Erzbischof Leonhard von Keutschach sowie Kaiser Maximilian I. tragende Werk stammt von einem salzburgischen oder steirischen Meister, der auch die Fresken des Chores der Pfarrkirche von Schöder geschaffen hat. Unter dem Christopherus sitzt wie an der Westseite eine Sonnenuhr des 18. Jahrhunderts.